In Bangkok angekommen.

Unser Aufenthalt war hier mit gerade einmal mit geplanten 2 Tagen von geringer Dauer. Jedoch nehmen wir von dieser Stadt trotz der kurzen Zeit einige tolle Eindrücke mit. Nach 10 Stunden Flug waren wir endlich da. Unsere Kinder haben während der ganzen Flugzeit nicht einmal geschlafen. Wir sind in München um 13:50 losgeflogen und in Bangkok um 5:30 Uhr morgens gelandet. Abflug und Landung verliefen reibungslos und vom Service von Thai Airways sind wir begeistert. Da hat einfach alles gepasst. Nach der Ankunft nahm uns ein Shuttle Service am Flughafen in Empfang und dann ging es mitten in der Rush Hour zu unserem Hotel. Die Kinder sind dann gleich im Auto eingeschlafen. Wahnsinn, wie lange sie durchgehalten haben. Wir waren im Nuovo Hotel in Chinatown untergebracht. Hier wurden wir auch wieder sehr freundlich und zuvorkommend in Empfang genommen und konnten gleich gegen 8:30 Uhr unsere Zimmer beziehen. Dann noch schnell eine Dusche und erstmal schlafen. Nach 5 Stunden Schlaf fingen wir an unsere Umgebung zu erkunden.

Der erste Tag war geprägt von Erkundungen in der direkten Umgebung. Da unser Hotel mitten in China Town liegt, waren gerade die kulinarischen Besonderheiten, die hier auf den Märkten angeboten wurden sehr sehenswert. Wir waren aber mit dem Essen sehr vorsichtig, da die hygienischen Bedingungen oftmals alles andere als sauber aussahen.

Am Morgen des zweiten Tages klagte unser Sohn über Bauchschmerzen und auf dem Weg zu unserer Flusstur durch Bangkok musste er sich kurz vorm Einstieg erstmal übergeben. Da begann unsere Reise kurzerhand einen anderen Verlauf zu nehmen. Sein Zustand verschlechterte sich rasant. Fieber und Durchfall kamen noch hinzu, so dass wir uns in der Nacht bei über 39 Grad Fieber dazu entschieden, nicht weiter zu fliegen und umzubuchen. Gesagt getan und am nächsten morgen fuhren wir dann kurzerhand ins Krankenhaus. Unser Sohnemann musste dann auch gleich dableiben, da er total dehydriert war. Eine gute Entscheidung, hier kümmerte man sich wirklich hervorragend um uns. Gut das wir umfangreich versichert sind.

Nach einer Nacht und bester medizinischer Betreuung konnten wir das Krankenhaus am nächsten Tag schon verlassen und die restliche Zeit der Genesund auch außerhalb des Hotelzimmers verbringen. Unser kleiner kranker Mann hat sich bestens erholt und lacht bereits schon wieder ausgiebig.

Die verbleibende Zeit haben wir nocht genutzt um uns einige tolle Tempelanlagen anzuschauen und von dem umfangreichen Massageangebot in Bangkok haben wir uns ausreichend verwöhnen lassen. Am Montag geht es nun weiter Richtung Auckland. Drückt uns die Daumen, dass gesundheitlich nichts mehr dazwischen kommt. Wir melden uns dann wieder, wenn wir in Neuseeland angekommen sind.

Noch etwas, was mich sehr nachdenklich macht:

So sehr ich glücklich bin, diese Reise machen zu dürfen, so sehr machen mich gewisse Dinge sehr nachdenklich und echt wütend. Ich bin ein Plastikgegner und wir versuchen zu Hause auf so viel Plastik zu verzichten wie es geht und unseren Kindern auch vorzuleben achtsam mit dem umzugehen, was man hat. Es muss auch nicht immer alles neu sein und wenn man seine Sachen pflegt, dann halten sie auch länger und hat Geld für andere Dinge. Und dann sehen wir die Müllproduktion auf dem Weg nach Neuseeland, einem Land, in dem wir unberührte Natur suchen. Im Flugzeug produzierten wir gefühlt nur Plastikmüll. Bei 500 Passagieren in dieser Boying 747 müssen das doch Tonnen sein. Wir sind echt geschockt. Wie können wir alles was wir konsumieren in Material verpacken, was ca. 270 Jahre braucht, um zu verrotten. In Bangkok selber ist jegliches Essen ist in Plastik eingepackt. An den Straßen stehen riesige Mülltüten. Sämtliche Getränke sind in Plastikflaschen.

Nach dem wir den Film „Plastic Planet“ von Werner Boote gesehen haben, beschäftigen wir uns mit diesem Thema und es macht uns traurig, wie wir mit unserer Erde umgehen. Wir fragen uns, ob es was bringt, wenn wir auf Plastik verzichten, wenn immer mehr in Plastik verpackt wird. Irgendwann muss es doch so viel Plastikmüll geben, dass die Erde nicht mehr atmen kann. Wir wollen nicht schlau daherreden aber hier muss doch was passieren, das ist doch einfach nur noch krank.

Also macht´s gut.

Eure Urbaniks