Kaitoke Regional Park, Wellington, Picton

Regional Park. Schon der Weg dahin auf dem HW 2 beeindruckte uns sehr. Soviel waldbedeckte Hügellandschaft hatten wir noch nie gesehen. Grün soweit das Auge reicht. Im Kaitoke Regional Park gibt es ein großes Campingareal mitten im Grünen. Hier gab es keine besetzte personelle Information. Man füllte einfach einen Brief auf und legte das Geld in ein Kuvert. Diesen legte man dann in eine Postbox. So einfach geht das. Weil gerade Samstag, 02.12.017 war, war hier auch entsprechend viel los. Viele Einheimische verbrachten hier ihr Wochenende. Für uns und die Kinder gab es dementsprechend viel zu schauen. Wir machten noch einen ausgedehnten Spaziergang über das Areal, kochten am Abend Nudeln und dann ging es ab ins Bettchen.

Am Sonntag, 03.12.2017 machten wir uns auf zu einer kindgerechten Wanderung. Hier werden verschiedene Tracks angeboten mit Längen von 1,5 bis 4km. Im Kaitoke Regional Park ist auch ein weiterer Drehort zum Film Herr der Ringe zu finden. In Rivendall konnten wir in diese Welt eintauchen. Wir wanderten durch tolle Wälder mit riesigen Farnen und Bäumen, krabbelten durch Bäume und spielten mit den Kindern Tarzan und Jane. Obwohl es über 27 Grad warm war, waren es hier im Wald sehr angenehme Temperaturen. Gegen 16.00 Uhr machten wir uns dann weiter auf den Weg nach Wellington. Die Südinsel ruft und wir hatten unsere Fähre über Interislander online für Dienstag, 05.12.2017 um 14.30 Uhr gebucht.

Auf dem Weg nach Wellington hielten wir noch bei einem Pak´n Save an. Die Lebensmittelgeschäfte haben in Neuseeland immer 7 Tage die Woche geöffnet. Wir dachten echt, dass hier am Sonntag kaum einer zum Einkaufen fährt. Aber da hatten wir uns getäuscht. Gefühlt war hier der ganze Ort unterwegs. Wir mussten sogar beim Einparken in einer langen Schlange warten. Es war wie kurz vor Weihnachten. Beim nächsten Mal gehen wir also nicht am Sonntag einkaufen.

Bis nach Wellington waren es dann nur noch 30 Minuten. Wir checkten im Top Ten-Holiday-Park in Wellington ein. Ein schöner Campingplatz mit riesigem Spielplatz und Trampolinkissen für die Kinder. Tolle Sanitäre Anlagen und kostenlosem WLAN. Das Ganze war auch nicht ganz günstig. Wir waren überrascht, dass auch Kinder hier den vollen Preis zahlen mussten. Das wussten wir vorher nicht und hat uns auch ein bisschen verärgert. Sonst war aber alles gut und wir genossen den Abend nach einer ausgiebigen Dusche mit einem frischen Salat und einem Ginger Beer.

Am nächsten Morgen lernten wir noch unsere Nachbarin aus der Schweiz kennen, die ebenfalls mit 2 Kindern im Alter von 3 und 1 Jahr unterwegs war. Die Kinder spielten wunderbar miteinander und wir hatten die gleiche Fährüberfahrt gebucht, so dass wir beschlossen auf der Südinsel nochmal gemeinsam einen weiteren Campingplatz anzufahren.

Montag, 04.12.2017 verbrachten wir den ganzen Tag in Wellington. Den meiste Zeit waren wir im Museum of New Zealand, welches auch Te Papa genannt wird und direkt am Hafen von Wellington liegt. Hier werden die Tiere und Pflanzen des Landes gezeigt.

Man hatte Einblick in die Entstehung des Landes und deren Kultur, konnte Fossilien ausgraben und hatte sogar die Möglichkeit ein Erdbeben nachzuempfinden. Gruselig aber durch die Verschiebung der Erdplatten und Vulkanaktivität in Neuseeland gar nicht so unwahrscheinlich. Beeindruckend fanden wir auch die Aufarbeitung des 1. Weltkrieges. Hier wurden übermenschlich große Soldaten gezeigt, die so echt aussahen, das man meinte, diese Riesen stehen gleich auf.

Nach dem Besuch des Museums machten wir uns noch auf den Weg zum

Wellington Beachseite. Wellington wird auch häufig „Windy Wellington“ genannt. Die Stadt wurde diesem Namen voll gerecht. Es war immer eine ganze Zeit recht windstill und mit einem Mal zog ein richtig heftiger Wind auf, immer und immer wieder. Nun fuhren wir noch den City Marine Drive entlang der Uferpromenade entlang zu all den wunderschönen Buchten hinter und neben dem Wellington Flughafen.

An der Seatoun Breaker Bay machten wir einen Halt in der Hoffnung Pinguine zu sehen, welche in den Abendstunden hier an Land kommen. Wir waren gegen 17.00 Uhr da und hatten das Glück zwei süße Pinguine zu sehen.

Weiter ging es nach Owhiro Bay. Hier sollte man eine Robbenkolonie sehen können. Da hatten wir aber leider kein Glück. In unseren Reiseführern stand nicht, dass diese erst Ende Februar hier leben. Naja, wir kommen ja auf dem Rückweg der Südinsel hier nochmal vorbei. Vielleicht sind dann ja schon welche da.

Übernachtet haben wir diesmal bei Sandras Driveway. Ein Ehepaar, welches seine Einfahrt für Camper zur Verfügung stellt. Das ganze sogar mit Dusche, WC und kostenlosem WLAN. Wir durften sogar deren Grill benutzen und unser Abendessen auf deren Terrasse einnehmen. Diese Art von Camping finden wir toll, da wir immer mit den Einheimischen in Kontakt kommen, die Sprache lernen und viele tolle Informationen bekommen.

Auf Sandras Driveway lebte auch ein kleiner Hund namens Dotty, der sich super mit den Kindern verstand.

Am Abend stieg dann noch unsere Kühlbox aus. Wir stellten fest, dass eine Sicherung defekt war. Rene, der Hausbesitzer von Sandras Driveway, war total hilfsbereit und fuhr gleich mit Tony zur nächsten Tankstelle um vielleicht noch eine Sicherung zu ergattern. Leider gab es die Richtige aber nicht. Somit machten wir uns auf Empfehlung von Rene am nächsten Morgen, des 05.12.2017 auf den Weg ins nächste Campergeschäft, um eine Sicherung zu kaufen. Das ging dann auch ganz fix und die Kühlbox funktionierte wieder.

Nun konnten wir ganz fix in 15 Minuten zur Fähre Interislander fahren. Dort wurde uns dann aber gleich gesagt, dass wir erst mit ca. 1h Verspätung ablegen werden. Es war an diesem Tag sehr heiß, so dass die Wartezeit in der prallen Sonne schon ziemlich anstrengend war. Aber wir vertrieben uns mit lauter Musik und Tanzen die Zeit bis zur Abfahrt.

Die Fährüberfahrt war super. Es gab einen Kinderspielplatz, viel Möglichkeiten draußen zu sitzen, ein Restaurant, Kinderkino. Uns fehlte es an nichts. Wir trafen viele bekannte Gesichter und auch wieder viele Deutsche in Elternzeit. Die 3,5 Stunden gingen schnell vorüber und wir erreichten die Südinsel in Picton gegen 19.00 Uhr.

Im Norden sagt man uns schon immer. Kommt erstmal auf die Südinsel, da ist es noch schöner. Wir können eigentlich nicht glauben, dass es noch schöner wird, weil der Norden bereits so toll war und wir eine fantastische Zeit hatten. Aber nun lassen wir uns mal überraschen.

 

See you and take care…