Lake Pukaki

Oh du fröhliche…. Weihnachten in Neuseeland. Wir fuhren am 24.12. den Campingplatz Farmyard Holiday Park an. Für Familien mit Kindern ein Traum. Hier haben sich Farmer einen Traum erfüllt und einen Kinderspielplatz mit Tieren der ersten Klasse aufgebaut. Zwischen Schaukel und Rutsche hüpften Hasen, Hühner und Meerschweinchen umher.

Es gab ein eingezäuntes Gehege, wo die Kinder diese Tiere streicheln konnten. Kleine Ferkel liefen im Rudel frei herum. Kängurus waren zu bestaunen. Pferde und Schafe zu bewundern. Es gab eine Marshmallowpoint, wo man Feuer machen konnte. Jeden Morgen um 9.30 Uhr war Eselreiten angesagt. Alles sehr sauber und gepflegt und für Kinder einfach ein Paradies.

Nur kein Weihnachtsbaum weit und breit. Somit musste es ein Weihnachtsbusch werden. Kugeln hatten wir vorher noch eingekauft und somit wurde alles so schön wie möglich gemacht.

Es wurden noch Wegweiser und Schilder aufgebaut, damit der Weihnachtsmann den weiten Weg nach Neuseeland zu uns findet. Am Abend gab es dann typisch deutsch Würstchen mit Kartoffelsalat und ein Lagerfeuer mit Musik für alle Besucher. Die Bescherung fiel auf den Morgen des 25.12.2017. Das frühe Aufstehen haben unsere Kinder nicht erfunden aber an diesem Tag ging das natürlich ohne Probleme. Und tatsächlich hat der Weihnachtsmann etwas gebracht. Die Angst war groß, dass er den Weg nicht findet. Wir verbrachten den Tag dann mit Spielen und Tummeln auf dem tollen Farmland.

Das Weihnachtsfest war anders und auch schön aber wir haben natürlich unsere Familien vermisst. Ohne die eigenen Eltern und Geschwister ist es einfach nicht das Gleiche. Die Festlichkeit fehlte ebenfalls. Da ist zu Hause doch einfach zu Hause. Wir hatten hier das Gefühl, dass man relativ schnell wieder zum Alltag übergeht.

Am 26.12.2017 ging die Fahrt über den Lake Tekapo, weiter zum Lake Pukaki und dann direkt am Lake Pukaki nördlich entlang zum Mount Cook Village.

Auch dieses Reiseziel gehört für uns zu den allerbesten Reiseerlebnissen auf der Südinsel. Der Lake Tekapo ist von gelblichen Tussockgras umgeben und somit hat man das Gefühl, dass die Wiesen manchmal goldig schimmern. Der Lake Tekapo ist 20km lang und so wunderbar türkisfarben, dass man diese Schönheit fast nicht fassen kann. Auf einem kleinen Gipfel kann man eine Kirche (The Church oft he Good Shepherd) bestaunen. Der Altar besteht hier aus einem Fenster, so dass die Besucher der Kirche einen direkten Ausblick auf Landschaft und See genießen können.

Nach einer kurzen weiteren Fahrt trifft man auf den Lake Pukaki, der ebenfalls an Intensität der Farben durch das Gletscherwasser unbeschreiblich schön ist. Wenn das Wetter mitspielt, erhält man einen hervorragenden Blick auf die neuseeländische Alpinlandschaft.

Folgt man dem HW 80 entlang des Lake Pukaki trifft man auf den Nationalpark mit tollen Ausblicken auf das Alpenpanorama. Bei unserer Ankunft war es sehr bewölkt aber das wollte sich den nächsten Tag ändern.

Wir übernachteten im White Hors Hill Camp Park. Hier war ganz schön was los. Viele Wanderer begannen hier ihre Tour. Wir hatten einen tollen Ausblick auf den Müller Glacier. Am Abend regnete es und es war hier sehr kalt, so dass wir das erste Mal von unserer Standheizung gebraucht machten und ohne Aufstelldach schliefen.

Am 27.12.2017 riss der Himmel auf und wir genossen einen Sommertag der Extraklasse. Wir besuchten den Tasman Glacier, Tony machte einen Lauf mit Aussicht auf den Hooker Glacier. Mit den Kindern wanderten wir zum Kea Point und am Nachmittag suchten wir uns ein schönes Plätzchen direkt am Lake Pukaki. Der Mount Cook zeigte sich mittlerweile auch von seiner besten Seite. Wir hielten die Füße ins Wasser, sammelten Steine und haben Bücher vorgelesen. Unsere Tochter liebt die Lesereihe: „Die Schule der magischen Tiere.“ Ich hatte alle Teile auf meinen Kindle runtergeladen und somit haben wir hier die Möglichkeit alle Bände nacheinander zu lesen. Ein großartiger Spaß mit viel Fantasie. Diese Bücher kann ich sehr empfehlen.

In diesem Nationalpark gibt es so viele Möglichkeiten. Wir krönten unseren Besuch noch mit einem Helikopterflug um den Mount Cook. Danke Martin für den Tipp. Das war traumhaft, gewaltig, amazing, athum. Auch wenn der Spaß nicht ganz billig ist, lohnt er sich auf jeden Fall.

Am 28.12. fuhren wir dann noch weiter zu den Clay Cliffs. Ein Sandsteingebilde der Extraklasse. Man hat das Gefühl ein Riesenbaby hat hier im Sand gespielt und diese unglaublichen Sandformationen hinterlassen. Den Abend ließen wir dann auf dem Dustan Downs High Camp ausklingen. Was für eine schöne Zeit.

Jetzt habe ich mal wieder genug geschwärmt. Der Weg der folgenden Tage soll uns in die Marlboro Sounds führen. Wir sind gespannt was uns erwartet.

 

Bis bald und genießt die schönen Feiertage.

 

Eure Urbanik´s