Karamea, Kohaihai Beach, Oparara Bassin, Pancake Rocks

Auf nach Karamea. Hier im Osten Neuseelands wollten wir hin, weil hier nicht so viel Tourismus sein soll. Tatsächlich war das auch so. Es war alles noch entspannter, als es so schon war. Wir checkten am Abend an einem kleinen, günstigen Campingplatz namens Karamea Memorial Domain Board ein. Auf den ersten Blick recht unscheinbar aber in den Räumlichkeiten bot sich uns ein richtiges kleines Wohnzimmer mit voll ausgestatteter Küche, einem Billiardtisch und Spielzeug für die Kinder. Wir ließen es uns hier am Abend richtig gut gehen, haben gekocht, gepuzzelt und Schach gespielt. Am Morgen des 14.02.2017 machten wir uns auf in Richtung Kohaihai Beach, weiter in Richtung Norden. Hier beginnt oder endet der Heaphy Track, einer der schönsten Wanderwege in Neuseeland. Tony machte sich gleich auf den Weg mit seinen Laufschuhen, um einen kleinen Teil des Heaphy Tracks abzulaufen.

Wir genossen hier den rauen Strand, der aber absolut nicht zum Baden geeignet war, die Palmenwälder und den Regenwald. Ein schöner Ort, ebenfalls mit einem DOC Campingplatz aber leider gab es hier Sandfliegen über Sandfliegen. So dass wir hier nicht bleiben konnten. Am Abend ging es dann auf den gleichen Campingplatz wie am Vorabend zurück.

Die Sandfliegen sind aktuell enorm. Unsere Füße sind richtig schlimm zerstochen. Wir haben die Chemiekeule probiert und sind gescheitert. Dann haben wir uns ein Ölgemisch mit Limettengeruch besorgt und seitdem haben wir das Gefühl, dass es besser wird und die Biester uns meiden.

Ein Freund von uns war vor vielen Jahren Reiseführer in Neuseeland und hatte in Karamea nette Bekannte, die er viele Jahre nicht mehr gesehen hatte. Wir hatten Eckpunkte zu dem gesuchten Pärchen und fragten in dem kleinen Ort nach den Gesuchten. Und es gab sie noch. Wir bekamen eine Telefonnummer und riefen da gleich mal an. Als wir von der frohen Botschaft sprachen, war die Freude groß und wir durften am nächsten Vormittag zum Kaffee vorbeikommen.

Wir überbrachten eine kleine Videobotschaft und konnten glückliche Augen sehen. Es war echt schön zu sehen, wie sehr sich die Dame freute. Es gab dann noch einiges zu erzählen und Fotos für unseren Freund aus Deutschland wurden gemacht. Das war ein schöner Gänsehautmoment und wir fühlten uns ein bisschen wie „Claudia Leischik sucht..“ auf Sat 1. Dann ging es auf Empfehlung der Einheimischen zu den Oparara Bassins. Hier findet man ausgespülte Sandhöhlen. Ein tolles Naturschauspiel, was nichts für Angsthasen ist. Ohne Taschenlampe geht hier gar nichts, aber das was man dann sieht ist ziemlich beeindruckend.

Weiter geht es zu den Pancake Rocks. Die Kinder hatten keine Lust mehr auf Auto fahren und so sollten die nächsten Tage nach deren Wünsche gestaltet werden.

Die Kinder durften das Ruder übernehmen und immer entscheiden, was wir machen wollten. Somit verbrachten wir den 15./16. und 17.12. im Punakaiki Beach Camp. Auf dem Weg dahin nahmen wir noch einen amerikanischen Tramper namens Nick mit, der sich in Neuseeland nur mit Rucksack und Trampen fortbewegt. Ein ziemlich interessanter junger Mann, der uns viel zu erzählen hatte.

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Angeln, Bücher vorlesen, Baden, Fotographieren und all den Sachen, die Kinder einfach gerne machen. Da wir bei den Pancake Rocks waren, gab es zum Mittag natürlich leckere Pancakes.

Nach 3 Tagen hatten die Kinder auch mal wieder Lust etwas anzuschauen und somit ging es endlich zu den Pancake Rocks. Die versteinerten Pfannkuchen von Punakaiki. Das sind übereinander geschichtete Ablagerungen von Kalksedimenten und Tonmineralien. Besonders toll ist es, wenn die Flut kommt und das Wasser in die Steinhöhlen donnert. Dann zischt die Gischt meterhoch aus Geysiren in den Himmel. Ein fantastisches Naturschauspiel.

Auch hier gibt es wieder tolle Wanderwege. Unsere Freunde Thomas und Steffi haben uns hier viele Tipps gegeben. Die Kinder sind dafür aber noch etwas zu klein. Wir hoffen, dass wir irgendwann nochmal nach Neuseeland kommen können und viel mehr wandern können als jetzt, wo unsere Kinder klein sind. Vielleicht ja mit Thomas und Steffi. An dieser Stelle ganz viele liebe Grüße an Euch!!!

Nach den Pancakes ging es in Richtung Franz Josef Gletscher. Dazu aber mehr im nächsten Bericht.

 

See you…