Kaikoura – Wale Watching

Ein Highlight auf der Südinsel hatten wir uns noch aufgehoben bis ganz zum Schluss. Der HW 1 war seit Mitte Dezember von Nord nach Süd wieder geöffnet und somit hatten wir die Möglichkeit, diese Straße nach mehr als einem Jahr Bauarbeiten wegen dem Erdbeben in Kaikoura wieder zu befahren. Die Fahrt war allerdings noch stark von Ampelverkehr geregelt und man findet ebenfalls noch viele Baustellen vor. Der Ausblick auf das Meer ist geprägt von sandfarbenen, samtig erscheinenden Berglandschaften und vielen Robben, die sich am Strand tummeln. Auf dieser Strecke findet man Neuseelands größte Robbenkolonie. Wir haben gezählt und fast 200 Robben gefunden. Diesmal hatten wir unseren Campingplatz vorgebucht und checkten bei absoluter Hitze von fast 28 Grad auf den Alpine-pacific Holiday Park Kaikoura ein und verschafften uns erstmal einen Überblick über den Ort und die Möglichkeiten Wale zu besichtigen. Man kann per Schiff oder auch per Helikopter Wale anschauen.

Nach vielem hin und her Überlegen entschieden wir uns letztendlich für das Schiff. Am 23.01. um 12.15 Uhr starteten wir dann zu unserer Schiffstour. Kinder können hier ab 3 Jahren mitkommen. Letztendlich war es auch die richtige Entscheidung, da man hier über einen viel längeren Zeitraum die Möglichkeit hat die Wale zu besichtigen. Die Helikopter waren außerdem sehr laut. Nach einer kurzen Einweisung in die Sicherheitsvorschriften ging es dann mit dem Bus zum nächstgelegenen Hafen und dann auf das Schiff. Wir wurden auf maorisch begrüßt und über einen großen Bildschirm erhielten wir viele wissenswerte Informationen über die Wale und das Leben unter Wasser. Wir haben viel gelernt und das Ganze wurde mit großem Spaß vermittelt. Das Schiff bietet ungefähr 50 Personen Platz. Kinder werden ausreichend mit Schwimmwesten gesichert.

Wir fuhren ungefähr 30 Minuten auf das Meer hinaus und dann war es erstmal ziemlich still. Es dauerte ein bisschen bis sich der erste Pottwal zeigte. Erst als ein vom Personal ein Wal geortet wurde durften wir an Deck des Schiffes. Und dann war er da dieser Moment auf den alle gewartet hatten. Ein Pottwal lag ganz ruhig im Wasser. Man konnte die Oberfläche sehr gut erkennen. Aber als richtigen Wal hätten wir das wahrscheinlich nicht identifiziert. Unsere Tochter sagte, dass es auch ein Baumstamm sein könnte, der da auf dem Wasser schwimmt. Durch den Wellengang erhielten wir dann ab und zu noch einen Überblick über die volle Größe des Tieres.

 

 

Wahnsinnige 18 Meter Pottwal lagen da vor uns. Wir hatten dann alle Geduld, hielten die Kameras immer in Startbereitschaft und dann war er da. Dieser Moment als das Tier wieder in die Tiefen des Meeres abtauchte und die riesige Schwanzflosse aus dem Wasser auftaucht. Es ist uns auch ganz gut gelungen den Moment in der Kamera festzuhalten. Das könnt ihr in den Bildern oben sehen. Der Wal taucht dann senkrecht nach unten ab und die nächsten ca. 40 Minuten verbringt er unter Wasser. Danach muss er wieder auftauchen. Dann ging die Suche weiter und nach ungefähr 10 Minuten hatten wir den Blick auf den nächsten Pottwal. Diese wollte uns dann aber seine Flosse nicht zeigen. Wir waren schon sehr glücklich mit dem was wir gesehen hatten. Wir hatten für die Tour ca. 3 Stunden Zeit. Auf dem Rückweg zum Hafen hatten wir dann allerdings nochmals das Glück einen Buckelwal zu sehen, der umringt von ca. 20 Delfinen im Wasser lag. Ein Anblick, den wir glaube ich nie vergessen werden. Die Delfine waren in Hochform und spielten um den Wal herum im Wasser.

Sie sprangen über den Wal, tauchten unter uns hindurch und schwammen um die Wette. Ich war glücklich, dass ich diesen Moment mit den Kindern ohne Kamera genießen durfte und Tony für die Schnappschüsse verantwortlich war. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Eines der schönsten Erlebnisse auf unserer Reise. Dann ging es zurück in den Hafen. In Kaikoura blieben wir insgesamt 4 Tage, weil die kleine Stadt und die Möglichkeiten der Strandspaziergänge und die vielen Tierbeobachtungen, die wir hier machen konnten so fantastisch waren. Wir suchten Pauamuscheln am Strand, beobachteten Vögel und hatten auch die Möglichkeit bei der Bearbeitung der Pauamuscheln zu Schmuck zuschauen zu können. Pauamuscheln gibt es nur in Neuseeland und sie sind aufgrund ihrer Farbenvielfalt sehr beliebt bei der Herstellung von Schmuck.

Auf unserem Campingplatz hatte man das Gefühl nur von Deutschen umgeben zu sein. Vor allem Paare mit Kindern suchten hier die Abkühlung im Pool. Somit war es für die Kinder ein Spielparadies, weil sie so viele Kinder zum Spielen schon lang nicht mehr hatten. Am 28.01.2018 machten wir uns dann auf den Weg nach Picton. Der Abschied von der Südinsel stand an. Vor der Überfahrt genossen wir noch den Park direkt neben dem Hafen. Ein toller Wasserspielplatz für Kinder und eine große Portion Fish and Chips ließen uns fast die Zeit vergessen. Um 14.00 Uhr ging es dann zurück auf die Nordinsel.