The Catlins Teil 2 – Purakaunui Falls, Jacks Blowhole, Canibal Bay, Nugget Point

Den 07.01.2018 verbrachten wir ganz entspannt am Campingplatz. Wir genossen den schönen Strand und als die Ebbe immer mehr zunahm und das Meer sich vom Ufer wegbewegte, machten wir noch einen schönen Spaziergang durch das Wasser bzw. den Sand.

Da gab es ziemlich viel zu entdecken. Wir haben unseren Kindern eine Infokarte über alle Vögel in Neuseeland gekauft und sind jetzt immer am Schauen, welche wir hier entdecken. Und wir haben tatsächlich bereits über 50 verschiedene neuseeländische Vögel gesichtet. Am Besten gefallen den Kindern natürlich die Keas. Die sind nicht so scheu und einfach wunderschön anzusehen. Das obere Gefieder leuchtet in einem satten grün und wenn er seine Flügel ausbreitet, erhascht man einen Blick auf seine orangenen Federn, die einfach einmalig sind.

Da wir gestern so enttäuscht waren und kaum Tiere gesehen haben, hat uns ein Ranger vom D.O.C den Tipp gegeben zur Canibal Bay zu fahren. Dort ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch Seelöwen zu sehen. Diesen Tipp nahmen wir natürlich gerne an und machten uns gegen Mittag auf den Weg dorthin.

Auf dem Weg hielten wir noch an den Purakaunui Falls. Ich hatte hier von unseren Freunden Fotos aus der Vergangenheit gesehen und war fast ein bisschen enttäuscht, denn der Wasserfall hatte kaum Wasser und die Terrassen auf denen er runterlief waren ziemlich trocken. Der Spaziergang dorthin war trotzdem sehr schön. Dann machten wir noch einen Stopp bei Jacks Blowhole. Das ist ein Wellenkessel, der ungefähr 200 Meter vom Meer entfernt ist. Die Kinder hatten keine Lust zu laufen und somit blieb Tony mit ihnen an der Jacks Bay und suchte Paua Muscheln und ich machte mich allein auf den Weg. Das Meer war an diesem Tag sehr rau und somit machte der Ort seinem Namen alle Ehre. Das Wasser tobte in diesem riesigen Kessel rein und raus.

Alles war gut eingezäunt, sonst wäre es auch echt gefährlich gewesen. Der Spaziergang dauert ca. 45 Minuten hin und zurück.

In der Canibal Bay angekommen nieselte es etwas aber wir machten uns trotzdem auf den Weg. Und da war die große Überraschung des Tages. Zuerst dachten wir dort liegt ein riesiger Baumstamm aber dieser bewegte sich dann plötzlich und entpuppte sich als riesiger Seelöwe. Wir konnten es gar nicht glauben. Ein richtig großes, dickes Tier machte hier ein Nickerchen.

Nach 15 Minuten erwachte es und zeigte sich in jeder möglichen Pose. Echt unglaublich und eines der besten Naturspektakel die wir bisher erlebt haben. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus als sich das Tier dann aus dem Sand erhob und sich auf den Weg zurück ins Wasser machte. Tony joggte noch einen Strand weiter zur Surat Bay und machte noch Bekanntschaft mit einem Weibchen. Wichtig ist hier der Abstand zu den Tieren. Wir waren mindestens 15 Meter entfernt.

Wir danken dem Ranger für diesen Tipp. Das werden wir alle nie vergessen.

Heute jagte ein Highlight das andere. Weiter ging es zum Nugget Point. Es war mittlerweile schon 17.00 Uhr. Am Nugget Point findet man einen berühmten neuseeländischen Leuchtturm. Dieser liegt am Ende eines langen Bergrückens. Schon der Weg dorthin ist traumhaft und der Ausblick unvergesslich. Rechts und links gehen steile Klippen bergab und am Ufer kann man Seerobben über Seerobben sehen, die sich im Wasser tummeln. Man hatte den Eindruck hier ist der Kindergarten der Seerobben. Ein Schauspiel wie schön diese Tiere hier spielten.

Am Ende des Weges erhält man einen dramatischen Blick auf das Meer soweit das Auge reicht. Felsbrocken ragen aus dem Wasser und die unterschiedlichen Farbtöne des Himmels geben einen unvergleichlichen Blick in die große weite Welt. Wir versuchten auf dem Rückweg noch Pinguine zu entdecken aber die hatten sich gut versteckt.

Auch hier sind die Neuseeländer auf den Schutz der Natur und der Tiere wohl bedacht. Manche Strandabschnitte sind vollständig für Menschen gesperrt, damit die Tiere ihre Ruhe haben. Manchmal sind kleine Hütten aufgebaut, in denen man sich verstecken kann, um die Pinguine zu beobachten.

Erst um 21.30 Uhr erreichten wir den Campingplatz Kaka Point. Müde machten wir uns noch ein paar Nudeln und dann ging es ab ins Bett. Morgen heißt es erstmal ausschlafen nach so einem ereignisreichen Tag.